Bohrtechniken
Bohrungen nach Maß

Foto: Gelbes Bohrfahrzeug mit Bohrgerät im Gebirge
© PORR AG

Mit langjährigem Know-how und dem Einsatz moderner Bohrtechnik unterstützen wir Bau- und Infrastrukturprojekte mit unterschiedlichen Bohrverfahren. Unser Leistungsspektrum umfasst Erdwärmesonden zur Nutzung geothermischer Energie, Erkundungsbohrungen zur Untersuchung des Baugrunds sowie Brunnenbohrungen für die Wassergewinnung. Die Ausführung erfolgt präzise, effizient und entsprechend den technischen und behördlichen Anforderungen.

Bohrtechniken

Erdwärmesonden
Kostengünstige Energie aus der Erde

Umweltschonende Energiequellen sind gefragter denn je. Besonders im Trend liegt die Geothermie. Ab einer Tiefe von circa zehn Metern bleibt die Temperatur über das Jahr nahezu unverändert. Diese Erdwärme kann für die nachhaltige Beheizung von Gebäuden genutzt werden.

Ihre Vorteile
Energiegewinnung durch Erdwärmesonden

Diese moderne Technik kann sowohl beim Neubau als auch bei der Renovierung und Sanierung des Wohnraums eingesetzt werden.

Einmalige Anschaffungskosten

Zukünftig geringer Wartungsaufwand

Stark verringerte Heizkosten

Keine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und deren Preisentwicklung

Erdwärmesonden

Ihr Weg zu Erdwärme

Wir haben die einzelnen Schritte von der Idee bis zu Übergabe und diversen Serviceleistungen für Sie zusammengefasst. Das erfahrene Team von Nägele Hoch- und Tiefbau unterstützt Sie gerne bei der Planung und der notwendigen, für Sie vorteilhaften Förderungsabwicklung.

Ablauf der Erdsondenbohrung

Die Bohrung bis zur erforderlichen Tiefe erfolgt mit hydraulischen Bohrgeräten. Je nach geologischen Verhältnissen wird eines der beiden nachfolgenden Verfahren angewandt:

a) Imlochhammer-Bohrverfahren
Im Festgestein, in blockigen oder grobkiesigen Böden werden die Bohrungen mittels Imlochhammer-Bohrverfahren auf die erforderliche Tiefe durchgeführt. Durch das Bohrgestänge strömt mittels eines Kompressors erzeugte Druckluft zum Hammer. Mit hohen Schlagzahlen von circa 600 Schläge pro Minute zertrümmert dieser das anstehende Material.

Das Bohrklein wird anschließend ebenfalls mit Hilfe von Druckluft durch den Ringraum zu Tage gefördert.

Im Lockergestein, auch Überlagerung genannt, wird gleichzeitig mit dem Bohrrohr eine Hilfsverrohrung installiert. So wird das Einbrechen des Bohrlochs verhindert und nach Ausbau des Bohrrohrs ein sicherer Einbau der Erdwärmesonden gewährleistet.

b) Direktes Spülbohrverfahren
Beim direkten Spülbohrverfahren wird anstelle einer zusätzlichen Hilfsverrohrung eine Dickspülung mit hohem spezifischem Gewicht zur Stabilisierung der Bohrlochwand verwendet.

Durch die rotierende Bewegung des Bohrgestänges und das hohe spezifische Gewicht der Spülflüssigkeit wird ein schwacher Tonfilm an die Bohrlochwand gedrückt. Das ist der sogenannte Filterkuchen. Die umlaufende Spülflüssigkeit erzeugt einen Überdruck im Bohrloch. So bleibt die Bohrlochwand auch ohne Hilfsverrohrung standfest.

Die Spülflüssigkeit wird durch eine Pumpe aus der Spülwanne angesaugt und durch das Bohrgestänge nach unten gepresst. Am unteren Ende des Bohrrohrs ist das Bohrwerkzeug, z. B. Rollenmeißel oder Flügelmeißel, verschraubt. Die unter Druck stehende Spülflüssigkeit hilft dem Bohrwerkzeug, den anstehenden Boden zu lösen und ihn durch den Ringraum nach oben zu fördern. Im Absetzbecken erfolgt eine Sedimentation des Bohrguts. Durch die Wiederholung dieses Vorgangs entsteht ein Spülungskreislauf.

Nach Abteufen der Bohrung und Ziehen der Bohrrohre werden die Erdwärmesonden eingebaut. In der Regel werden zwei U-Rohre aus Kunststoff verwendet. Man spricht daher auch von Doppel-U-Sonden.

Um den Wärmefluss vom Erdreich auf die mit Soleflüssigkeit gefüllten Kunststoffrohre zu gewährleisten, wird das Bohrloch mit einem wärmeleitfähigen Spezialmörtel vom Sondenfuß nach oben hin verpresst. Zudem wird durch diese Abdichtung die Verbindung der einzelnen Grundwasserhorizonte verhindert.

Unter dem horizontalen Anschluss versteht man die Verbindung zwischen der Wärmepumpe im Gebäude und der Erdsondenbohrung im Erdreich. Hier kümmern wir uns um die nötige Verteileranlage und die Anbindeleitungen, die zur Erdwärmesonde gelegt werden müssen. Anschließend führt unser geschultes Personal die Befüllung der Leitungen mit dem wärmetransportierenden Medium sowie eine Druck- und Durchflussprüfung durch.

Nach erfolgreicher Inbetriebnahme wird Ihnen Ihre neue Energiequelle benutzungsbereit übergeben.

Noch Fragen? Kontaktieren Sie uns für Auskünfte, weiterführende Informationen oder ein individuelles Angebot

Bohrtechniken

Erkundungsbohrungen
Erkundung liefert Planungssicherheit

Bodenerkundungen geben Aufschluss über die Untergrundverhältnisse, die selbst auf engem Raum starke Unterschiede aufweisen können. Sowohl bei der Erkundung von Lagerstätten als auch bei der Planung von Projekten unterschiedlichster Größe schaffen wir mit Bodenerkundungen echte Planungssicherheit. Spätere Überraschungen in der Projektrealisierung können wir so vermeiden.

Einsatzbereiche von Aufschlussbohrungen:

  • Baugrunderkundung (Hydro- und Baugeologie)
  • Altlasterkundung
  • Erschließung von Deponiestandorten
  • Erkundung von Lagerstätten

     
Erkundungsbohrungen

Rammsondierungen

Mit Rammsondierungen bieten wir ein schnelles und kostengünstiges Erkundungsverfahren des Baugrundes an. Dafür wird mit festgelegter Energie ein Gestänge in den Boden eingerammt. Die Schlagzahl für die dafür benötigte Eindringtiefe wird aufgezeichnet und in einem Stufendiagramm abgebildet. So können wir einen Rückschluss auf die Lagerungsdichte des anstehenden Baugrundes ziehen.

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Brunnenbohrungen
Der Weg zu Ihrem Wasserreservoir

Grundwasser kann für unterschiedliche Zwecke genutzt werden. Als Spezialist für Brunnenbohrungen sind wir sowohl für private als auch für öffentliche Auftraggeberinnen und Auftraggeber tätig.

Unser Leistungsspektrum
Bereich Brunnenbau

Brunnen für Grundwasserwärmepumpen

Brunnen für Trinkwasserentnahme

Bohrungen für Grundwassermessstellen