Montafoner Rellswerk
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Vandans â Seit Mitte letzten Jahres ist das neueste Pumpspeicherkraftwerk in Vorarlberg in Betrieb. Die Anlage ermöglicht eine Erhöhung der Spitzen- und Regelenergie-produktion und ist ein wichtiger Teil in der Werksgruppe Obere Ill-LĂŒnersee.
Die Bauarbeiten beim Montafoner Rellswerk in Vorarlberg wurden schon fertiggestellt.
Nach umfangreichen Planungsarbeiten konnten die Bauarbeiten am Rellswerk 2014 durch die Vorarlberger Illwerke AG beginnen. Ziel ist es, Strom ausschlieĂlich aus Wasserkraft und anderen erneuerbaren Energien zu erzeugen. Dabei kann das GefĂ€lle des oberen Rellsbachs jetzt fĂŒr das LĂŒnerseewerk optimal genutzt werden.
Die Hauptfunktion des Rellswerks besteht darin, Wasser aus den ZulĂ€ufen des oberen Rellsbachs dem Triebwassersystem des LĂŒnerseewerks zuzufĂŒhren.
Dadurch sollen dessen Wasserressourcen erhöht werden. Das Wasser aus den ZulĂ€ufen wird in einem Ausgleichsbecken zwischengespeichert, im Pumpbetrieb ĂŒber eine Druckrohrleitung in die TriebwasserfĂŒhrung LĂŒnersee-Latschau gefĂŒhrt und weiter in den LĂŒnersee gepumpt. Rund 17 Millionen Kubikmeter werden jĂ€hrlich in den See befördert.
Ausgleichsbecken
FĂŒr das neue Rellswerk wurde ein Speichersee errichtet. Mit den Bauarbeiten an diesem Ausgleichsbecken wurde die ARGE Rellswerk Vandans beauftragt, zu der unter anderem die PORR Tochter NĂ€gele Hoch- und Tiefbau GmbH gehört. Das Ausgleichsbecken umfasst ein Nutzungsvolumen von 44.000 m3 . Die Ausformung des Beckens und die Gestaltung der Uferbereiche wurden sehr naturnah umgesetzt.
Im Zuge der Bauarbeiten wurde der Rellsbach umgeleitet und lĂ€uft jetzt entlang des DammfuĂes. Die maximale statische Dammhöhe liegt bei rund 14 m.
MaschinengebÀude
Noch aufwĂ€ndiger als der Bau des Ausgleichsbeckens verlief der Bau des Maschinenhauses, das im oberen Bereich des kĂŒnstlichen Damms integriert werden sollte. Nach Fertigstellung des GebĂ€udes ist von auĂen nur das Zugangsportal sichtbar. Nach Wunsch der Betreiber sollte die gesamte Anlage möglichst wenig zu erkennen bleiben. Die Mehrheit der Wasserkrafttechnik befindet sich unterirdisch.
Die Anlage ist im Winter nicht zugÀnglich und lÀuft deshalb komplett wÀrterlos.